Pfefferspray zur Selbstverteidigung

Immer mehr Menschen, vor allem Frauen, Kinder oder Senioren, haben es immer bei sich: Das Pfefferspray. Sie nutzen es zu Selbstverteidigung vor Tieren, zum Beispiel vor Hunden, aber auch vor Menschen.

Gefahren

In den letzten Jahren ist die Anzahl der Roheitsdelikte immer weiter gestiegen. Unter Roheitsdelikten versteht man unter anderem Raub, Körperverletzung und Misshandlung. Es empfiehlt sich daher, zum eigenen Schutz, immer ein Pfefferspray mitzunehmen, um sich in gefährlichen Situationen verteidigen zu können. Aber nicht nur Gewaltverbrecher können eine Gefahr darstellen. Auch kann man sich mit Pfefferspray vor bedrohlichen Tieren schützen. Viele Sportler nehmen, zum Beispiel zum Joggen ein solches Spray mit, um sich vor beißenden Hunden schützen zu können.

Anwendung

Man sollte das Spray, wenn man alleine unterwegs ist, immer griffbereit haben. Der Strahl sollte dann zielgerichtet in die Augen, beziehungsweise auch auf die Schnauze des Angreifers gerichtet werden. Die Wirkung des Pfeffersprays wird schlagartig einsetzen und den Angreifer außer Gefecht setzen.

Inhalt

Pfefferspray ist ein Reizstoff, der gegen Menschen und auch gegen alle anderen Säugetiere wirkt. Der enthaltene Wirkstoff ist Oleoresin Capsicum. Das ist ein natürlicher, farbloser Stoff, der nicht ätzend ist. Er wird aus dem Fruchtfleisch tropischer Chilipflanzen gewonnen und nicht etwa, wie man durch den Namen vermuten könnte, aus Pfeffer.
Die Sprays setzen den Stoff entweder flüssig, als Schaum oder als Gel frei. Die Reichweite beträgt hier etwa 1,5 bis 5 Meter.

Wirkung

Die Schleimhäute der Augen schwellen durch das Pfefferspray an, sodass die Augenlider sofort geschlossen werden. Dieser Zustand hält für etwa 5 bis 10 Minuten an.
Das Einatmen des Pfeffersprays führt zu Husten oder auch zu Atemnot. In seltenen Fällen kann es sogar zur Erstickung führen. Weiterhin kann das Einatmen zu Kreislaufstörungen führen.
Vor allem bei Asthmatikern hat es auf die Atmung eine stärkere Auswirkung: Es kann zu einer Verkrampfung des Bronchialsystems führen.
Auch die Haut bleibt von der Wirkung des Abwehrmittels nicht verschont. Die Stellen, die mit dem Stoff in Berührung kommen, brennen und zeigen für etwa 15 bis maximal 30 Minuten Juckreiz. In Extremfällen kann es bis zu 48 Stunden dauern bis alle Wirkungen abgeklungen sind.

Behandlung

Die betroffenen Hautstellen sollten zunächst mit fetthaltigen Stoffen, wie zum Beispiel Pflanzenöl, und anschließend mit hochprozentig alkoholischen Flüssigkeiten gewaschen werden. Im Anschluss sollten die Stellen zusätzlich mit Wasser und Seite gereinigt werden. Zudem sollten die Stellen sorgfältig gekühlt werden.
Sind die Augen betroffen, sollte unter fließendem Wasser gespült werden, es sollten allerdings keine Cremes oder Salben aufgetragen werden.
Bei sehr starken Beschwerden sollte zudem unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, um weitere Folgeschäden zu vermeiden.

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