Die Infrarot-Tiefenwärmebehandlung

Einführung

Infrarot TiefenwärmebehandlungDer menschliche Körper ist in Grenzen fähig, seine Temperatur eigenständig zu regeln. Dies ist deshalb unverzichtbar, weil der menschliche Körper eine Innentemperatur von ungefähr 37 Grad Celsius braucht, um sich wohlzufühlen und gesund zu bleiben. Er muss sich also an differierende Außentemperaturen und plötzliche Temperaturveränderungen anpassen können, wenn er keinen Schaden nehmen soll. Wird die 37 Grad Marke unterschritten, drohen Unterkühlung, Erfrierungen und andere Schäden. Der Toleranzbereich ist nicht sehr groß. Ab 35 Grad Celsius spricht man schon von Untertemperatur.
Wird die Temperatur dagegen überschritten, drohen Kreislaufkollaps und wiederum weitere Schäden. Die äußerste Marke nach oben liegt um 41 Grad Celsius. Eine noch extremere Veränderung der Körpertemperatur bis um 42 Grad Celsius führt zum Tod.
Schutzmaßnahmen gegen nicht tragbare Witterungsbedingungen und andere Einflüsse sind zunächst natürlich auch Kleidung und angemessene Heizung, beziehungsweise Kühlung.
Aber der Körper verfügt ebenso über natürliche Möglichkeiten zur Temperaturregulierung.
Bei Kälte fängt unser Körper unwillkürlich an zu zittern, und wendet dadurch Unterkühlung oder Erfrierungen ab, da die Bewegung Wärme erzeugt. Bei zu großer Hitze produziert er kühlenden Schweiß, um weitere Schäden zu verhindern.

Diese natürlichen Regulationsmechanismen kann man sich mit gezielten und richtig dosierten Maßnahmen zum Erreichen von unterschiedlichen Zielen zunutze machen. Sowohl in der Medizin als auch im Wellnessbereich sind schon verschiedene Verfahren zur Kälte- und Wärmebehandlung bekannt. Jeder weiß zum Beispiel, dass Saunabesuche und das damit verbundene Schwitzen und Abkühlen im Wechsel die Gesundheit fördern können. Und manchem mag bekannt sein, dass einige Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis auf Vereisung der betroffenen Gelenke sehr gut ansprechen. Fangopackungen entfalten ihre Wirkung durch Wärme und Kneippsche Bäder und Güsse erzeugen förderliche Reaktionen durch den Temperaturwechsel.

Im Folgenden geht es um Infrarot-Tiefenwärme.

Was ist Infrarot-Tiefenwärme?

Infrarot-Licht ist Strahlung, die Wärmeenergie transportiert.
Wärmestrahlung (elektromagnetische Strahlung) gehört zum ohne Hilfsmittel nicht sichtbaren Strahlungsbereich des Sonnenlichtes, dem Infrarotlicht. Andere Lichtquellen, die zum Beispiel die Philips Vitae Technologie verwenden, können diese Strahlung künstlich erzeugen und aussenden, denn die Eigenschaften des Lichts sind insgesamt immer gleich, egal von welcher Quelle das Licht stammt. Die Wirkungen dagegen sind unterschiedlich, denn die hängen vom ausgewählten Frequenzbereich ab.

Infrarotlicht, das Wärmetransportiert, hat eine Gesamtfrequenz zwischen 720 nm (ein Nanometer = ein millionstel Millimeter) bis über 3000 nm.
Das Infrarotlicht ist in drei Frequenzbereiche weiter unterteilt:

A: Kurzwellig von 720- 1400 nm
B: Mittelwellig von 1400 – 3000 nm
C: Langwellig über 3000 nm

Von diesen ist nur die kurzwelligere Strahlung A von etwa 780nm bis 1400nm in der Lage, Tiefenwärme zu erzeugen, da sie bis zu 4mm unter die Haut dringt und den Körper nicht nur an der Oberfläche, sondern auch von innen her erwärmt. Die Frequenzen B und C wirken eher an der Oberfläche, und es dauert viel länger, bis ein Wärmegefühl durch sie entsteht.

Welchen Nutzen hat eine Behandlung mit Infrarot Tiefenwärme?
Wie funktioniert Infrarot Tiefenwärme?

Die kurzwellige Infrarot Strahlung erwärmt also den Körper von innen heraus und der Körper reagiert unter dem Einfluss der Infrarot Tiefenwärme mit intensiver Schweißproduktion und besserer Durchblutung.

Der erste Effekt, der besonders im Wellnessbereich nützlich ist, besteht darin, dass die Schweißproduktion infolge einer Infrarot-Tiefenwärmebehandlung bis zu 600 Kalorien verbrauchen kann, weil sie sehr intensiv angeregt wird; und das ohne weitere besondere Anstrengung. Eine Stunde Fahrrad fahren baut weniger Kalorien ab.

Der zweite nützliche Effekt besteht darin, dass mit dem Schweiß Schlacken, fett und Schadstoffe aus dem Körpergewebe gelöst und abtransportiert werden. Der unter Infrarot produzierte Schweiß besteht zu 80% aus Wasser und zu 20% aus Fett und Schadstoffen.

Die Infrarot-Tiefenwärme Behandlung kann also beim Abnehmen und Entwässern helfen und von innen für die Schönheit sorgen, weil eben Schlacken, Gifte und Schadstoffe aus dem Körper und speziell auch aus der Haut entfernt werden.

Darüber hinaus helfen Infrarot-Tiefenwärme Bestrahlungen, den Kreislauf zu stimulieren, den Stoffwechsel anzuregen und das Immunsystem zu stärken.

Nützlich sind die Bestrahlungen auch bei Schmerzen, Verspannungen und rheumatischen Erkrankungen sowie chronischen Entzündungen und Ischiasbeschwerden.

Und zu guter Letzt können Wärmebehandlungen Genesungsprozesse beschleunigen.

Einschränkungen

Die Bestrahlung erfolgt im Sitzen oder Liegen und ist überhaupt nicht anstrengend, aber der Körper wird dadurch dennoch zu Hochleistungen angeregt.
Menschen, die unter Herz-Kreislaufproblemen leiden oder Stoffwechselkrankheiten haben, müssen mit ihrem Arzt absprechen, ob eine Infrarot-Tiefenwärme Behandlung in ihrem Fall sinnvoll und angeraten ist.

Empfehlungen während der Behandlungszeit

Mit den Schadstoffen werden auch wasserlösliche Mineralien, wie Kalium oder Magnesium, ausgeschwemmt. Diese müssen über eine mineralstoffreiche Ernährung wieder zugeführt werden.
Außerdem muss der Verlust an Wasser durch Trinken von reichlich Mineralwasser ausgeglichen werden.

Schlusswort

Wer ganz allgemein etwas für seine Gesundheit oder sein Wohlbefinden tun möchte oder Hilfe bei den vorher genannten Beschwerden und Störungen sucht, der findet in der Infrarot-Tiefenwärmebehandlung eine angenehme, effektive und empfehlenswerte Möglichkeit dazu.

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