Floating

In der heutigen Zeit suchen immer mehr Menschen nach Entspannungsmethoden, die nicht nur den Geist und die Seele entspannen, sondern auch den gesamten Körper. Denn ein jeder weiß mittlerweile, dass Körper, Geist und Seele zusammen gehören und auf einander reagieren.

Eine gute Art zu entspannen, bietet das so genannte Floating. Floating ist englisch und heißt schlicht und einfach, treiben oder schweben. Floating wird in einer Float-Anlage durchgeführt. In diesem Behälter, den man auch Tank nennt, befindet sich konzentriertes Salzwasser. Der Patient befindet sich nun in einer Art Schwerelosigkeit und schwebt an der Wasseroberfläche. Abgeschieden von Außengeräusche und auch Außenreize schwebt der Patient förmlich weg. Meistens ist der Raum abgedunkelt, höchstens ein paar Kerzen, die den Wohlfühl- und Entspannungseffekt noch erhöhen sollen, stehen parat. In dem Raum herrscht absolute Stille, das Salz und der gewaltige Wassergeruch bringen die Atmung in völliger Ruhe. Der Patient nimmt nur noch den Rhythmus seines eigenen Herzschlages wahr und langsam verschwimmt das Raumgefühl und das Zeitgefühl geht allmählich verloren. Der Sog im halb schlafenden und halb wachenden Zustand entspannt den Körper, die Seele und den Geist gleichermaßen. Viele Floater berichten nach der Anwendung begeistert, dass Nacken und Rückprobleme sich in Luft aufgelöst haben. Nervosität und Unruhe haben sich gelegt und vor allem Schlafstörungen haben sich nach der Anwendung deutlich verbessert.

Das Wasser, dass der Körpertemperatur angepasst ist, wir mit einem Magnesiumsulfatgehalt von ca. 70 % angereichert. Durch das anpassen an die Körpertemperatur empfindet der Floater, weder Wärme, noch Kälte, dass letztendlich für Tiefenentspannung sorgt. Der Float-Tank mit seinen 2 m² in Muschelform ist Tiefenentspannung pur, so wie man es von der Meditation oder autogenem Training her kennt. Allerdings gibt es auch Tanks und Becken für 2 Personen und in unterschiedlichen Formen. Ähnlich kennen viele Menschen, die Anwendung aus dem Toten Meer, indem der Körper auch, wie beim Floating durch die Sole getragen wird und ein schwereloser Zustand erreicht wird. Die Mineralien entschlacken den Körper und pflegen diesen gleichzeitig durch die Haut.

Die ersten Anlagen für Floating wurden in Amerika in den 50er Jahren von dem Neurophysiologen John C. Lilly konzipiert. Lilly baute die Anlagen aber nur aus wissenschaftlichen Gründen. Er beschäftigte sich mit dem Gehirn des Menschen und wollte wissen, wie das Gehirn in völligen schwerelosen Zustand reagiert. Dabei stellte Lilly fest, dass die Wellen des Gehirns in diesem Zustand zwischen Schlafen und Wachen liegen. Erst viel später wurde Floating erstmals auch an Patienten zur Gesundheitsförderung angewandt. In Amerika begann mit in den 70er Jahren, insbesondere bei Schmerzpatienten mit der Anwendung von Floating. Der durchschlagende Erfolg blieb auch anderen Kontinenten nicht verborgen. So dass Australien und Teile von Europas, wie beispielsweise Groß Britannien, Anfang der 80er mit der Therapieform Floating begannen. Erst Ende der 90er Jahre wurde Floating, im Zuge der Wellness-Welle, auch in ganz Europa verbreitet. Mittlerweile gibt es Verbände, die über die Wirkungsweise und Anwendung informieren und beraten.

Die Indikation für Floating bei Patienten ist klar definiert. Patienten, die Probleme mit den Knochen und der Wirbelsäule haben, erleben eine deutliche Verbesserung ihrer schlimmen Schmerzen und Beschwerden. Die Bewegung kann wieder aktiver durchgeführt werden und die Lebensfreude nimmt wieder eine Form an, die sich die Patienten vor der Anwendung von Floating nicht hätten zu träumen gewagt. Profisportler und Sportler, die sehr viel Sport betreiben, erleben mit der Anwendung von Floating, dass sich das Muskel und Knochengewebe erheblich verbessert und Sportverletzung oftmals vorgebeugt werden können. Patienten mit psychischen Erkrankungen, wie etwa Burnout oder chronischen Depressionen fühlen sich nach dem Einsatz von Floating, erheblich wohler und erleben größtmögliche Tiefenentspannung.

In einer Forschung mit mehreren Studien kamen Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass Floating wahrscheinlich sogar besser ist, als jede Entspannungstechnik es je war. Die Erkenntnisse besagen auch, dass Patienten mit Bluthochdruck, während des Aufenthaltes in dem Becken, einen absinkenden Wert hatten, bis hin zu normalen Werten. Menschen mit Schmerzen, eindeutig während und nach der Anwendung von Floating verminderte Schmerzen hatten. Weiter wirkt es sich positiv auf das Immun- und Nervensystem aus.

Eine Behandlung mit Floating ist in manchen Fällen nicht von Vorteil, sogar kontraindiziert. Bei Patienten mit epileptischen Anfällen, die ärztlich nicht behandelt werden, ist in jedem Fall von Floating abzuraten. Bei Erkältungen und vor allem starken Husten ist eine Behandlung erst wieder durchzuführen, wenn keine Erkältung und kein Husten mehr vorliegt. Bei psychiatrischen Erkrankungen, ist dies zwingend mit dem behandelnden Arzt abzusprechen. Alkoholiker und Drogenabhängige im akuten Zustand dürfen keinesfalls Floaten. Allerdings ist bei einer Alkohol oder Drogentherapie, die Unterstützung durch Floating eine nachweisliche gesundheitliche Förderung für den vergifteten Organismus. Dieser wird schneller Entgiftet und der Patient erlebt den Entzug leichter. In jedem Falle sollte ein Patient der gesundheitliche Beschwerden hat, sich vorher mit seinem Arzt des Vertrauens absprechen. Gesunde Menschen, wie auch Menschen, die die Erlaubnis ihres Arztes haben, dürfen nach Herzenslust Floaten und dabei seine Tiefenentspannung genießen und ein schönes Wohlfühlerlebnis mit nach Hause nehmen.

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