Entschlackung

EntschlackenBei der Umstellung auf eine gesündere Ernährung äußert der Körper häufig Entgiftungsmekmale wie zum Beispiel Müdigkeit, Kopfschmerzen, Erkältung oder Magenprobleme. All dies können kurzfristige Begleiterscheinungen eines Entschlackungsprozesses sein, die aber völlig unbedenklich sind. Die bei einer Ernährungsumstellung im Körper entstehenden sogenannten Schlacken sind Abfallstoffe, die sich durch den Abbau von Giftstoffen wie Koffein, Nikotin oder ungesunder Ernährung bilden. Der Abtransport dieser Schlacken nennt sich "Entschlackung" und kann durch regelmäßigen Ausdauersport wie Jogging unterstüzt werden. Aber auch gelegentliche Saunabesuche ermöglichen es dem Körper, den Selbstreinigungsprozess zu beschleunigen, was dadurch zu erklären ist, dass sich die Poren bei Hitze erweitern und so Abfallprodukte leichter entweichen können.

Doch das Wichtigste ist definitiv täglich mindestens zwei Liter Mineralwasser zu trinken, um die Nieren- und damit die "Ausschwemm"-Funktion zu unterstützen. Diese Begleiterscheinungen, die als Entschlackung bezeichnet werden, sollte man aber als notwendigen und vor allem sinnvollen Schritt innerhalb einer Ernährungsumstellung betrachten. Je stärker die Symptome, umso sicherer kann man sein, dass der Selbstreinigungsprozess des Körpers begonnen hat. Interessant ist, dass in machen Fällen mit einem leichten Rückfall zu rechnen ist, besonders bei Personen, die bereits einige Jahre an einer chronischen Krankheit gelitten haben. Denn bevor der Körper endgültig gesunden kann, muss er die Krankheit quasi erst noch einmal "am Schopf packen", um sie dann letztendlich ausmertzen zu können.

Homöopathiker behaupten, dass chemische Medikamente nur die Auswirkungen der Krankheit bekämpft, nicht jedoch die Krankheit selbst. Dieser Entgiftungsprozess wird des Weiteren durch eine ballaststoffreiche Ernährung unterstützt, wobei lösliche und unlösliche Ballaststoffe zu unterscheiden sind, beide Formen aber nachweislich den Cholesterinspiegel senken. Unlösliche Ballaststoffe finden sich vor allem in Weizenvollkornprodukten und Gemüse. Sie regen die Verdauung an, sodass die vom Körper ausgeschiedenen Stoffe schneller durch das "System" geschleust werden. Gleichzeitig binden sie diverse Gifte - wie etwa Farb- und Zusatzstoffe - und transportieren diese mit der Ausscheidung aus dem Körper. Lösliche Ballaststoffe sind zum Beispiel in Obst, Hülsenfrüchten, Hafer und Gerste enthalten. Sie sorgen dafür, dass die Nahrung länger im Magen bleibt, wodurch man sich über einen längeren Zeitraum satt fühlt. Ihren Ursprung hat die Entschlackung in den hinduistischen Behandlungsmethoden des Ayurveda. Auch in Deutschland kann man beispielsweise ayurvedische Fußpflaster pharmazeutisch erwerben, die angeblich helfen sollen, Schlackenstoffe aus dem Körper zu transportieren. Doch auch neben dem klassischen Ayurveda gibt es Methoden wie das Heilfasten nach Buchinger, die FX Mayr Kur, eine Schrothkur oder Thalasso. Zahlreiche Berichte ergeben, dass durch diese Kuren ein deutlicher Gewichtsverlust zu verzeichnen war, aber auch Migräne oder Gelenkbeschwerden verschwunden sind. Allgemein zielen die oben angeführten Kuren nicht ausschließlich auf den rasanten Gewichtsverlust ab, sondern dienen den Entschlackungs - "Anhängern" auch als Mittel ihre Mitte zu finden. Während und direkt nach dem "Panchakarma" ( indisch für "Entschlackung") sollten allerdings einige Regeln befolgt werden, um nicht sofort wieder in seine alten Verhaltensmuster in puncto Ernährung zurück zufallen. So darf ohne vorherige Rücksprache mit seinem Artzt niemals während der Schwangerschaft und Stillzeit entschlackt, das heißt gefastet werden. Auch Genussmittel wie Alkohol, Zigaretten und Kaffee sollten gemieden werden, denn sie "verschlacken" laut den überzeugten Befürwortern dieser Theorie die Arterien.

Keines Falls sollte das Heilfasten abrupt abgebrochen werden, da sich während der Entschlackung die Stoffwechselleistung drastisch reduziert und ein vorzeitiger Abbruch ohne die obligatorischen "Aufbautage" zu einer schnellen Gewichtszunahme und Verdauungsproblemen führen kann. Das Positive an dieser Methode ist eine Verschönerung nicht nur der Silhouette, sondern auch der Haut, der Haare und der Nägel, die rundum fit und attraktv macht. Leider ist es wissenschaftlich nicht belegt, dass der Körper wirklich Schlackstoffe produziert, doch eines ist nachwievor unbestritten: die Wirkung auf den Körper und die Psyche, die beide nach nur kurzer Zeit in Topform kommen!

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