Aromatherapie: natürliche Heilung von Körper und Seele

AromatherapieDüfte begleiten unseren Alltag und unser Erinnerungsvermögen auf ganz subtile und dennoch prägnante Weise.
Oft sind es Düfte, die ganz plötzlich konkrete Erinnerungen in uns hervorrufen.
So assoziieren wir den Duft von frischgeschnittenem Gras mit den ersten Sonnenstrahlen des Sommers und die Duftmischung von Apfel, Mandarine, Nüssen und Schokolade mit weihnachtlichen Kindheitserinnerungen.
Solche Duftassoziationen sind manchmal ganz individuell, sicher ist jedoch, dass eigentlich Jeder dieses Phänomen kennt.

Die Aromatherapie macht sich gezielt die heilenden Kräfte der ätherischen Öle zu Nutze, man könnte sie auch als Heilkunst der ätherischen Öle bezeichnen.
Sie findet in ganz verschiedenen Bereichen ihre Anwendung: zur Entspannung von Seele und Geist, zur Unterstützung von Stoffwechselprozessen im Körper, zur Hautpflege und sogar als krampflösendes Schmerzmittel oder Antibiotikum.
So vielfältig wie ihre Wirkungsweise, so facettenreich ist auch die Anwendungsart der Aromatherapie.
Von Gewürzen und Tees, über Massageöle und Dampfbäder bis hin zu Saunaaufgüssen und die Anwendung reiner ätherischer Öle-die Aromatherapie ist vielseitig einsetzbar und unterstützt uns darin, unseren Alltag mit den gesunden und wohltuenden Heilkräften der Natur bewusster und harmonischer zu gestalten.
Aromatherapie ist also kein exklusives Wellness-Konzept.
Jeder von uns ist sicherlich schon häufig damit in Berührung gekommen und nutzt, vielleicht unbewusst, die Heilkräfte ätherischer Öle bereits.

Aber was genau sind ätherische Öle überhaupt?
Hier ein kleiner Überblick:

Zunächst einmal sind ätherische Öle natürliche Substanzen, die aus Pflanzen gewonnen werden.
Dabei ist erstaunlich, dass der menschliche Geruchssinn die meisten ätherischen Öle als angenehm duftend einstuft, nur wenige Düfte werden als eher unangenehm bewertet.
Das typische Charakteristikum ätherischer Öle ist also ihr Duft.

Die Bezeichnung "ätherisch" bezieht sich auf den Verdunstungsvorgang, der bei Erhitzen der Substanzen oder ganz natürlich mit der Zeit vor sich geht.
Die feinen Verdunstungströpfchen verteilen sich in der Luft und so nehmen wir sie deutlich als Geruch wahr.

Bei Blumen finden sich die ätherischen Öle oft in der Blüte, aber auch der typische Duft des Waldes, den wir bei einem Spaziergang genießen, entsteht durch das Freiwerden ätherischer Öle.
Genauso verhält es sich bei dem Duft von Gewürzen.

Interessant ist, dass sich in einer Pflanze aber nicht nur ein bestimmtes ätherisches Öl findet, sondern eine Art natürliche Duftkomposition aus verschiedenen Stoffen. Ähnlich wie ein Parfümeur sensibel die passenden Duftnoten zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügt, so findet sich auch in Pflanzen eine Kombination von ätherischen Ölen. Dabei kommen bestimmte Öle sogar recht häufig und in verschiedenen Pflanzen vor.

Wenn wir daran zurückdenken, was wir dabei empfinden, wenn wir an unserer Lieblingsblume schnuppern oder uns der Duft von frisch aufgebrühtem Tee oder Kaffee in die Nase steigt, wird ersichtlich, welche Wirkung ätherische Öle auf unseren gesamten Organismus haben.
Die Aromatherapie nutzt diese Wirkung zielgerichtet und effektiv.

Allgemein zählt man die Aromatherapie zur Naturheilkunde und zur Heilpflanzenkunde.
Teilweise wird dieses natürliche Heilverfahren von der Schulmedizin anerkannt und in seiner Wirkung speziell auf körperliche Prozesse auch wissenschaftlich erforscht und akzeptiert.
Bei den Wirkungen auf Geist und Seele ist die Schulmedizin eher skeptisch, dennoch sollte ein gewisser Erfahrungswert den Kunden optimistisch stimmen, sich der Aromatherapie und der Naturheilkunde zuzuwenden.
So finden z.B. Johanniskrautpräparate seit Jahren erfolgreiche Anwendung bei seelischen Spannungszuständen, seit Kurzem findet auch der Einsatz von lavendelhaltigen Produkten bei Angsterkrankungen oder seelischem Stress Verwendung.
Wer sich einfach mal entspannen und seinem Geist und seinem Körper Gutes tun möchte, findet entspannungsfördernde Wirkstoffe wie Lavendelöl auch in Duschgels oder Badezusätzen.

Welche Wirkungsweisen gibt es noch und welches ätherische Öl ist das Passende?

Ätherische Öle mit antibiotischer Wirkung:

Hierzu zählen Teebaum, Zwiebel und Kamille.
In der Natur dient diese besondere Wirkung der Abwehr von Schädlingen und Krankheitserregern, aber auch wir Menschen können uns die antibiotische Wirkung der ätherischen Öle in der Aromatherapie zu Nutze machen.
Über die antibiotische Wirkung hinaus, können die ätherischen Öle auch bei Pilzbefall und gegen Viren eingesetzt werden.
Die Darreichungsform unterscheidet sich jedoch von der herkömmlicher Antibiotika der Schulmedizin.
So werden die Wirkstoffe nicht gespritzt oder in Tablettenform eingenommen, sondern entfalten in Tinkturen verdünnt oder über Inhalation ihre natürliche Wirkung.

Ätherische Öle zur Förderung der Verdauung:

Kümmel, Majoran und Zimt.
Das wird den geübten Hobby-Koch nicht überraschen, denn Gewürze wie Kümmel und Majoran sind schon seit Jahrhunderten als verdauungsfördernd und entblähend bekannt.
Um in den Genuss der natürlichen Wirkung von Kümmel, Majoran oder Zimt zu kommen, muss man nichts Anderes tun, als die jeweiligen Speisen im normalen Maß damit zu würzen.
So einfach und preiswert, wohlschmeckend aber dennoch effektiv kann Aromatherapie sein!

Ätherische Öle zur Befreiung der Atemwege:

Besonders angezeigt sind hier Eukalyptus, Fichte und Minze.
Neben ihrer schleimlösenden Eigenschaft wirken diese ätherischen Öle zusätzlich entkrampfend und erfrischend und sind so das Mittel der Wahl bei Husten und Erkältung.
Auch spezielle Badezusätze mit Fichten-Essenz sind gegen Erkältungen wirksam.

Ätherische Öle zur Hautpflege:

Lavendel, Rose und Benzoe.
Der Lavendel ist in seiner ätherischen Wirkung vielseitig, so werden ihm nicht nur spannungslösende und beruhigende Wirkung zugeschrieben, er wirkt auch hautpflegend, entzündungshemmend und reizlindernd.
Rose wirkt besonders durchblutungsfördernd und kann die Heilung von Wunden positiv beeinflussen.

Wer neugierig auf Aromatherapie geworden ist, sollte einfach mit Mut und Flexibilität ausprobieren, was im persönlichen Fall besonders wirksam ist.
Mit ein bisschen Experimentierfreude und einem Näschen für naturbewusste Heilmethoden, kann man so Körper und Geist auf sanfte Weise Gutes tun.

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